Was ist die Agenda-21

Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 in Rio de Janeiro haben 178 Staaten einen Aktionsplan für das 21. Jahrhundert entworfen: Die Agenda-21. In den 40 Kapiteln, die alle wesentlichen Politikbereiche einer umweltverträglichen, nachhaltigen Entwicklung umfassen, werden Wege aufgezeigt, wie die Lebensbedingungen aller Menschen auf dieser Welt verbessert werden können.

Der damalige Bundesumweltminister, Prof. Dr. Klaus Töpfer, schreibt in einem Vorwort dazu: "Mit diesem Aktionsprogramm werden detaillierte Handlungsaufträge gegeben, um einer weiteren Verschlechterung der Situation entgegenzuwirken, eine schrittweise Verbesserung zu erreichen und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Wesentlicher Ansatz ist dabei die Integration von Umweltaspekten in alle anderen Politikbereiche. Das Aktionsprogramm gilt sowohl für Industrie- wie für Entwicklungsländer. Es enthält wichtige Festlegungen, u. a. zur Armutsbekämpfung, Bevölkerungspolitik, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- und Energiepolitik, zur Landwirtschaftspolitik sowie zu finanzieller und technologischer Zusammenarbeit der Industrie- und Entwicklungsländer. Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer bi- und multilateralen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit an der Agenda 21."

Das Ziel ist also eine nachhaltige, umweltverträgliche Entwicklung, bei der die vielfältigen Ökosysteme der Erde geschont werden, damit auch nachkommende Generationen ausreichende Lebensgrundlagen vorfinden. Überwindung von Armut und Hunger, soziale Gerechtigkeit und die Beteiligung aller Menschen an den gesellschaftlichen Entwicklungen bleiben weiterhin die größten Herausforderungen überall auf der Welt.

Weiterführende Erklärungen und die Dokumentation der auf der Konferenz von Rio 1992 verabschiedeten Agenda-21 finden Sie hier.

Die Bayerische Staatsregierung hat diese Ideen aufgenommen und sie 1997 in der sog. Bayern Agenda-21 auf die Bedürfnisse des Freistaates angepasst. Die konkrete Umsetzung erfolgt weitgehend auf kommunaler Ebene. Den Rahmen dafür bietet die Kommunale Agenda-21.